Freitag, 21. Juli 2017

NixNix.

Dieses Top, ein Babyquilt, bleibt vorerst in der Schublade. Ich finde ihn überhaupt nicht passend für die kleine Erdenbürgerin, die am 1. Juli geboren wurde. Schon Wochen vorher habe ich in freudiger Erwartung schöne Stoffe ausgesucht, allesamt im Grundton Türkis. Denn ich meinte: ich nähe einfach eine entsprechende Borte dran und schon ist der Quilt passend für Junge oder Mädchen.... Pustekuchen! Außerdem ist er viel zu groß geworden... Na so sei es denn...Ich habe bereits einen neuen Quilt begonnen. Tilda-Stoffe habe ich gewählt, "Apple Blooms"... Nun sieht er sehr fein aus, der Quilt und hat auch eine schöne Größe....
Ich mag diese romantischen Stoffe immer sehr für Babyquilts und wähle ebenso gern Quadrate, also ganz schlicht in der Verarbeitung.... Im großen Kaufhaus habe ich, da freute ich mich, Schnäppchen gemacht, die Stoffe waren allesamt wegen des Sommer-Schluss-Verkaufs runtergesetzt. So mag ich das. Aber ich mag es nicht, dass meine Mrs B., die gute Bernina, einen Schlag abbekommen hat. Nicht dass sie immer wieder ein schwarzes Display zeigte und keinen Mucks mehr tat, erst wenn ich sie aus- und wieder einschaltete, sondern nun ist auch noch die Nadel so verstellt, dass ich auf meine kleine PFAFF zurückgreifen muss, damit ich weiterkomme. Eine ganz schöne Umstellung, wie von Mercedes auf einen Kleinwagen...oder so ähnlich...Dabei war sie vor ein paar Wochen erst zur Inspektion. Nun ja, ich nehme es gelassen, denn: ich habe Urlaub. Juchuuuuu! Viele Grüße von Cosmee

Sonntag, 9. Juli 2017

Diebisch unterwegs.

Immer und immer wieder fühle ich es von ganzem Herzen: ich liebe mein Städtchen sowas von! Und heute waren wir unterwegs in der Au, denn ich hatte Aussicht auf einen prächtigen Blumenstrauß... Ja, ich war heute diebisch und hab mich in der wuchernden Natur bedient... Mädesüß, Schmuckkörbchen, Indianernessel, Mutterkraut, Schafgarbe, Ringelblume, Hopfen und noch so allerlei landete zwischen meinen Fingern. Der Strauß war so dick, dass ich ihn mit einer Hand fast nicht umschließen konnte....
Die Au liegt noch keine zehn Minuten zu Fuß von unserem "Domizil" entfernt und sie ist unser innerstädtisches Naherholungsgebiet mit Weihern, ausgeprägter Tier- und Pflanzenwelt und dem Umweltzentrum, mit dem ich mich emotional sehr verbunden fühle. Eine Initiative ist dort heimisch, die sich dem urbanen Gärtnern verschrieben und vielfältige Gemüsebeete angelegt hat: die Zeppelin-Gärten, die das Land kollektiv bestellen....Und dort findet man auch prachtvolle Blumenbeete, da habe ich mich ein bisschen bedient. Den Blumen und den Bienchen schadet das nicht, denn wenn ich Blumen entnehme, treibt die Pflanze umso mehr aus. Wir kennen das aus dem Staudengarten.... Jedenfalls habe ich mich ganz dolle gefreut wie eine diebische Elster, als ich die wunderschönen Blüten in die Vasen und Krüge steckte ;-) Ich liebe außerdem den Sommer und noch ist Urlaub nicht in Sicht, dass dauert noch ein Weilchen.... Und ich finde es übrigens ganz toll, dass die Bauern dazu ermutigt werden (oder sind sie gar verpflichtet? Hmm...da muss ich mich nochmal informieren), ihre Felder mit Blumen zu umrahmen, die den Insekten Nahrung bieten sollen.... Ich schicke Euch einen sommerlichen und lieben Gruß Cosmee

Sonntag, 2. Juli 2017

Piep! Im Juli.

So, wir haben alle gemeinsam den Juni erlebt und jede hat ihre eigenen Erinnerungen an diesen vergangenen Monat. Worauf haben wir besonders geachtet...? Ich nahm auf jeden Fall den Siebenschläfertag wahr, der ja Auskunft geben soll über eine gaaanz wichtige Frage jedes Jahr um die gleiche Zeit: Wie wird der Sommer? Wichtig ist das für uns doch deshalb auch, weil wir im Monat Juli "die schönste Zeit des Jahres" verbringen. Wir nehmen unseren Sommerurlaub und ist die Vorfreude darauf nicht behaftet mit vielen Erwartungen, besonders mit dieser nach wunderschönem Wetter, egal wo es hingeht? Sicher sind viele von Euch schon unterwegs oder auch schon am Ferienziel angekommen, ich wünsche Euch schöne Ferien auf diesem Weg. Der Juli...die Tage beginnen seit der Sommersonnenwende, dem Johannitag am 24. Juni, wieder kürzer zu werden, doch das schieben wir jetzt einfach mal weg, gell. Wer will denn schon, während die Natur wuchert...hihi...ich denke dabei gerade an das Beikraut, auch Unkraut genannt, im Garten..., daran denken ? Sein alter Namen lautete HEWIMANOTH oder HEUERT, erinnert an den Heumonat, denn die Wiesen werden gemäht. HEUERT ist auch mit dem niedergehauenen Gras verbunden. Aber auch, wenn Ihr genau schaut über die Wiesen und Felder, dann seht Ihr die Folgen von Starkregen ganz genau. Der Juli ist nach Julius Cäsar benannt, der 46 v. Chr. im Römischen Reich eine Kalenderreform durch setzte. Bis zu dieser Zeit hieß der Juli QUINTILLIS (der Fünfte), wurde aber zu Ehren Cäsars in Julius umbenannt, weil er in diesem Monat Geburtstag hatte. Von daher war Julius Cäsar der erste Mensch, der in einem Monatsnamen verewigt wurde. Der Juli...verbinden wir ihn nicht auch mit einem ganz besonderen Geruch, der uns um die Nase weht und Erinnerungen weckt? Ich nehme eine Nase voll, schließe die Augen und erinnere mich an meine Kindheitsurlaube in den Bergen mit Eltern und Geschwistern... die Heuernte ist allgegenwärtig auf den Wiesen, welch ein Duft! Und dass der Hochsommer begonnen hat, das zeigt uns die beginnende Reife der Johannisbeere, die Blüte der Madonnenlilie, des Phlox und der Kartoffeln. Die Blüten der Sommerlinde werden von Bienen umsurrt (hoffentlich! Denn wir wissen um das Bienensterben) und die Haupterntezeit der Kirschen beginnt (wenn es welche gibt. Die Blüten scheinen, zumindest in meiner Gegend, alle erfroren zu sein, denn die Kirschbäume tragen nicht). Wenn Ihr noch mehr über den Juli und den Jahreslauf wissen wollt, dann empfehle ich Euch das Buch von Bernhard Michels, Abendrot Schönwetterbot´ aus dem BLV Verlag, aus dem auch ein Teil dieser Informationen stammen. Viele Grüße von Cosmee

Freitag, 23. Juni 2017

Max und Martha. Berlin.

Da hatte ich ja eine Idee, hups! Ich war so sehr begeistert von der Villa Liebermann am Wannsee, dass ich sie Euch unbedingt zeigen wollte. Besonders diesen wundervollen Garten, der mich, bereits verblüht im November, inspiriert hat, im Sommer noch mal wiederzukommen, um ihn in ganzer Pracht zu sehen. Und ich wollte Euch von Max Liebermann erzählen. Ein großes Unterfangen, denn ich bin ja keine Kunsthistorikerin. Mich hat das Schicksal dieses Malers und seiner Frau Martha im Nationalsozialismus ziemlich berührt. Er hat seine Villa am Wannsee als Sommerhaus genutzt und gemeinsam mit einem Gartenarchitekten den Garten angelegt. Durch seine Malerei wurde er sehr berühmt. Max Liebermann vertrat die Kunstrichtung des Impressionismus und war Präsident der Akademie der Künste. Er trat aus Protest zurück, als die Nationalsozialisten immer mehr Einfluss nahmen. Seine Frau Martha, die ihn überlebte, wurde traktiert durch die Nationalsozialisten, die ihr eine Emigration nach Schweden oder in die USA zu ihrer einzigen Tochter durch unrealistische finanzielle Forderungen, einer Reichsfluchtsteuer, unmöglich machten. Sie verlor dadurch unter anderem die Villa am Wannsee. Bevor sie deportiert werden sollte in das Konzentrationslager Theresienstadt, nahm sie eine Überdosis an Schlaftabletten und verstarb in einem jüdischen Krankenhaus. "Dazu macht man mir von allen Seiten Angst wegen Abtransport!" Nur noch eine kurze Nachricht konnte sie 1943 an ihren Vertrauten, den Bankkaufmann Erich Alenfeld richten. Sie wurde 85 Jahre alt. Welch ein Schicksal, wenn ich darüber nachdenke, dann werde ich ganz traurig. Auf YouTube könnt Ihr Euch die Villa in voller Pracht ansehen, meine Fotos sind nicht so gelungen. Aber Berlin kann auch anders! Wie glücklich war ich, meine Lieblingstochter zu treffen und nach Kreuzberg einen weiteren Stadtteil, nämlich Prenzlauer Berg, intensiv zu erkunden.
Wie sehr gern hätte ich jetzt die Liebermann-Villa hier plaziert, aber puhhh! Es will einfach nicht klappen. Aber dafür gibt es ja das Internet. Schade eigentlich. Ich schicke Euch liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 18. Juni 2017

Im Bann von...

Berlin bin ich. Noch keine Stunde wieder daheim und wieder zurück in der kleinen Stadt.... Mitgebracht habe ich mir eine altmodische Laterne, erstanden in der Villa von dem bekannten Maler Max Liebermann am Wannsee. Dort habe ich intensiv den Garten erkundet. So was von schön.
Seine tragische Geschichte erzähle ich euch noch. Heute lege ich nach fast sieben Stunden Fahrt zurück in vielen Staus erst mal die Füße hoch und schwelge. Liebe Grüße von Cosmee

Donnerstag, 1. Juni 2017

Piep! Im Juni.

Ich mag Natur: die Blumen, das Vogelgezwitscher, die Mauersegler...auf die habe ich sehnsüchtig gewartet und nun erfreuen sie mich tagtäglich mit ihren Rufen und ihrem schneidigen Fliegen hoch am Himmel und durch die Häuserschluchten...Glücklich bin ich in diesem Monat. Die Rosen beginnen zu blühen und das Gras unter den nackten Füßen fühlt sich ganz besonders an...es ist Sommer! Genau genommen beginnt heute, am 1. Juni, der metereologische Frühsommer. Ich liebe unsere Jahreszeiten sehr und ich halte auch immer Ausguck nach den Zeigerpflanzen, die mir verraten, wann welche der Jahreszeitphasen beginnen, derer wir eigentlich tatsächlich viele haben, beginnen. Denn eingeteilt werden kann das Jahr nicht nur in Frühling, Sommer, Herbst und Winter, nö...es wird noch ausführlicher, nämlich: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling. Und Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer. ...Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Na, und schließlich der Winter. Der ist ganz einfach Winter. Aber an den will ich ja nun mal gerade gar nicht denken. Denn ich bin noch ganz verzückt vom Mai und nun auch noch vom Juni! Wie dieser Monat riecht! So füllig, das erste Heu wird gemäht und die Rosen duften verführerisch, puh wie schön!! Das Vogelgezirpe ist wunderbar, die Kleinen werden flügge und starten ihre Flugversuche. Vor ein paar Tagen habe ich eine Drossel gesichtet, die ihr Junges am Boden gefüttert hat, dass machte mich ganz ehrfürchtig. Unsere Natur! Sowas von schön und erhaltenswert. So wertvoll, so bereichernd für Seele und Geist! Nun, ich schweife ab, wollte ich Euch doch über den Monat Juni berichten. Nun denn! Dieser Monat hat einen alten Namen: Brachmanoth, Monat des ersten Pflügens. Zu früherer Zeit pflegte man die Dreifelderwirtschaft. Ein Drittel der Flur blieb nach der Ernte Stoppelweide und wurde erst im kommenden Juni wieder gepflügt und für die Winterfrucht vorbereitet. Aber auch Rosenmond, Johannismonat wurde er genannt. Der Juni wurde bei den Römern nach der Himmelsgöttin Juno (Gattin des Göttervaters Jupiter) benannt. In diesem Monat erreicht das Pflanzenwachstum durch den Wechsel von Sonnenwärme und Regen den Höhepunkt. Und viele Pflanzen erreichen ihren Reifezustand. Wenn der Juni zu trocken wird, dann kann man einen Wachstumsrückstand beobachten, jedoch nicht beim allseits beliebten Giersch ;-) Tja, und im Juni entscheidet sich denn auch, ob der Sommer trocken oder nass wird. Wir kennen die Wetterregel vom "Siebenschläfer" (27.6.). Wenn es häufig in der letzten Juniwoche regnet, dann setzt sich feuchte Westströmung durch und Regenwetter wird unser Begleiter sein trotz schöner Tage. Erinnert Ihr Euch noch an das Geflimmer der Glühwürmchen in der Nacht? Sowas von romantisch, die gibt es kaum noch. Aber die Junikäfer, hach, die liebe ich mit ihren sieben Punkten... Wenn ich durch unsere Aue laufe, dann sehe ich den Entennachwuchs und die kleinen Schwäne, höre das Froschgequake und sehe die Kaulquappen im Teich. Die Natur ist wirklich ein Wunder...selbst ich als (Klein)Stadtbewohnerein kann täglich meiner Lust auf Natur fröhnen...und das ist gut so, denn sie, unsere prächtige Natur, wenn Ihr in Euch hineinspürt, wenn Ihr draußen seid, tut unglaublich wohl. Ich schicke Euch liebe Grüße, Cosmee

Sonntag, 28. Mai 2017

Tipptapp

Hach, wenn diese Schühchen bald schnuckelige Babyfüßchen schmücken! Ich konnte nicht daran vorbei gehen, als ich sie im Schaufenster eines kleines Lädchens um die Ecke entdeckte...Denn bald gibt es Nachwuchs in meiner großen weit verstreuten Familie. Bei einem Stadtbummel am Freitag, den ich als Brückentag nutzte, durch die Altstadt von Aschaffenburg.....
...entdeckte ich, wie konnte es anders sein, natürlich auch einen Patchworkladen. Und weil ich den werdenden Eltern zur Geburt ihres Kindes einen Quilt versprochen habe, da machte es mir großen Spaß, Stoffe dafür auszuwählen. Ob es ein Mädel oder ein Bübchen wird ?...Die Eltern in Spe wissen es selbst nicht und lassen sich überraschen und so wählte ich türkisfarbene Stoffe aus mit einem Schliff Kindermotive. Fürs Babylein zum Gucken und zum Entdecken. Nun liegen die Stoffe bereit und ich freue mich sehr aufs "Anschneiden".
Viele Grüße von Cosmee