Samstag, 18. November 2017

Sterne zuhauf...

Mit meinem Scherchen war ich wieder in der Natur unterwegs und fand wohlduftenden Wacholder, schnippschnapp! Einige Äste habe ich aufgehoben und Hagebutten gepflückt. Daheim fand ich ein altes Einmachglas, passend für die vorweihnachtliche Deko im Freien. Einen Kranz gebunden, Hagebutten hineingesteckt, einen schlichten Stern aus den Ästen gewerkelt. Fertig.
Und Sterne aus Transparentpapier habe ich tütenweise gefaltet, ganz viele...zum Verschenken. Nun, ein paar habe ich auch für mich behalten. Ich dachte immer, schwierig schwierig, diese Falterei, mit Anleitung ist´s mir aber geglückt. Nur die Sterne, die in der Landlust zu sehen sind, die gelangen mir nur theoretisch, da hatte ich wohl die Anleitung nicht verstanden...
Ich mag diese voradventliche Stimmung im November (den ich ja sowieso sehr mag) ganz besonders... In meinem Städtchen wird zur Zeit der Adventsmarkt aufgebaut, die Geschäfte schmücken ihre Auslagen und wenn es abends dunkel wird, da freue ich mich schon sehr auf das Lichterleuchten in den Fenstern, auf den Terrassen und Balkonen... Viele Grüße von Cosmee

Mittwoch, 1. November 2017

Piep! Im November.

Sie sind wieder über unser Haus und die Auen gezogen, die Kraniche in ihren keilförmigen Formationen. Ihr Trompeten war weithin schon zu hören und viele Passanten, die mit ihren Gedanken beschäftigt waren, hoben die Köpfe, blieben stehen und schauten bewundernd in den Himmel. So auch ich, und ich hoffe, die Vögel des Glückes haben eine ordentliche Portion davon aus ihren Schwingen auf mich rieseln lassen...Warum werde ich eigentlich immer so leicht wehmütig, wenn ich sie davonziehen sehe? Geht Euch das auch so? Wenn ich an den November denke, der Monat, der im Althochdeutschen Herbistmanoth oder Nebelung genannt wurde, später dann Nebelmond und allgemein als ungemütlicher Monat gilt, in dem der Herbst sein berauschendes Farbspiel beendet....dann wird mir ganz heimelig, denn ich liebe diesen Monat sehr...er hat für mich etwas Magisches. Nicht nur, weil es mein Geburtstagsmonat ist, sondern ich mag dieses kalte, ruhige und nebelige Wetter, welches die Sonne oft nicht einmal erahnen lässt, die Ruhe und die Stille, die oft so greifbar ist.... Das Meer gibt übrigens die Wärme, die es im Sommer gespeichert hat, an das Festland ab und so entstehen auch die Nebel, konnte ich nachlesen. Im 16. Jahrhundert wurde der November auch Kotmonat von den Bauern genannt, denn es riecht im November im Ländlichen nach Humus und Moder, wenn die letzten Felder gepflügt werden und der Stallmist ausgebracht wird. Nun werden die Nächte täglich um drei Minuten länger und die Zeit des Einkuschelns ins gemütliche Heim beginnt und auf Euren Blogs ist ja schon auch zu sehen, dass sich viele gedanklich schon auf die Adventszeit einstimmen und freuen. Ich wünsche Euch einen wunderschönen stimmungsvollen November.
Man findet draußen in der Natur derzeit die schönsten Beeren und Früchte, die sich wundervoll für stimmungsvolle Dekorationen Drinnen und Draußen eignen, zum Beispiel die Schneebeere, die Hagebutten, die Zapfen, das Tannengrün, Zierapfel und Efeu... und die Fruchtstände von den verblühten Sommerblumen. So holt man sich diesen stimmungsvollen Monat einfach ins Zimmer. Viele Grüße von Cosmee

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wilde Blumelei. Das Mädesüß.

Jeden Tag laufe ich mit schnellem Schritt durch unsere Au für eine Stunde, das tut sowas von gut! Natürlich lasse ich dabei meine Blicke schweifen, nach oben und nach unten, nach rechts und nach links und genieße die Natur. Mein Scherchen habe ich dann wie immer dabei, um mir einen jahreszeitlichen Blumenstrauß zu pflücken... Und beim Schauen fiel mir immer wieder diese hochaufgerichtete Pflanze auf und ich guckte in mein Pflanzenbestimmungsbuch...
Sie wird Mädesüß genannt und als Wiesenköniging bezeichnet, weil sie solch einen überragenden Stand hat und sie ist eine alte Heilpflanze. Sie heißt so, weil sie nach Honig, Vanille und Bittermandel duftet. Die Germanen aromatisierten ihr Met damit und in alten Zeiten war sie eine Streublume. Die Fußböden der Behausungen wurden damit ausgestreut und beduftet, genauso wie Tanzplätze und Liebeslager. Mädesüß trägt auch den Namen Spirea und ich konnte nachlesen, dass sie Pate stand für ein weltweites Medikament, nämlich Aspirin, denn die Heilpflanze trägt den Wirkstoff Salicylsäure in sich. Mit Wasser, Zitronensäure und Zucker aufgekocht erhält man ein Sirup, das sich als Mittel gegen Kopfschmerzen eignet (Quelle: Kneipp). Aber natürlich ist mir nicht nur das Mädesüß ins Auge gesprungen, sondern auch diese ritzeratzerote Raupe, die Raupe des Weidenbohrers, einem Nachtfalter.
Und auch sonst war der Spaziergang nicht langweilig.... Fliegenpilze, Vogelscheuchen und der Augenschmaus des sich verfärbenden Laubes hielten meine Blicke immer wieder fest. Ach wie ist die Natur doch so schön und bereichernd!
Liebe Grüße von Cosmee

Montag, 2. Oktober 2017

Piep! Im Oktober.

Ups! Schon wieder ist ein Monat um und es ist Zeit für Piep! Im Oktober...
Wer im September auf einen prachtvollen Altweibersommer hoffte so wie ich, der wurde wohl ein bisschen enttäuscht. Aber am Sonntag ließ sich der Monatswechsel hin zu einem hoffentlich doch Goldenen Oktober gut an. Mich lockte das sonnige Wetter zu einem Ausflug in die Rhön. Der Oktober hat wie jeder andere Monat auch seine alten Namen: Windumemamoth oder später Winmanot...Weinlesemonat oder Weinmonat. Gilbhard im Altdeutschen als Hinweis auf das gelbe Laub oder auch Reifmonat, denn im Oktober beginnen die ersten Nachtfröste.
Die Melancholie kann im Oktober zum Begleiter werden; das fallende Laub und die Nebel, die sich jetzt über die abgeernteten Felder legen, der langsame Rückzug der Natur bringt uns in Gedanken an die Endlichkeit des Lebens. Der Himmel verändert sich und bleibt auch während der Schönwetterperioden dunstig. Am liebsten würde man die Wärme festhalten, die uns die Oktobersonne spendet.
Die Spätkartoffeln werden geerntet und auf dem Land säen die Bauern Wintergerste und Winterroggen aus. Die Herbstblüher sorgen noch einmal für letzte Farbenpracht, die Zuckerrübenernte beginnt. Doch lassen wir uns von dem Gedanken an die kommende Jahreszeit nicht schrecken sondern genießen die Natur bei Wind und Wetter. Viele Grüße von Cosmee

Montag, 4. September 2017

Wilde Blumelei: Der Hopfen

Heute hat mich das wunderschöne Wetter herausgelockt. Natürlich hatte ich mein Scherchen dabei, als ich mich auf den Weg in die Au machte. Denn das habe ich immer dabei und SCHNIPPSCHNAPP! hole ich mir die Jahreszeiten ins Haus. Und ich bin immer ganz gespannt, welche Pflanzen mich so ansprechen, dass ich sie mitnehme... Heute war es der Echte Hopfen mit seinen hübschen Blütenzapfen, der sich prächtig um einen Holunderbaum mit seinen glänzenden, tiefdunklen reifen Beeren wand... Und wie Ihr sehen könnt, habe ich daheim dann gleich ein kleines frühherbstliches Kränzchen mit grünen Eicheln daraus gebunden.
Interessant finde ich am Hopfen, dass er im Jahr 2007 die Arzneipflanze des Jahres wurde, aber bereits im Mittelalter aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung benutzt wurde, um äußere Hautverletzungen und Geschwüre zu behandeln. Paracelsus verordnete den Hopfen, der bis zu fünfzig Jahre alt werden kann, zur Heilung von Appetitlosigkeit und bei Verdauungsproblemen. In der germanischen Mythologie galt Hopfen als Fruchtbarkeitssymbol und als Zeichen für wiedererwachende Kraft und Lebensfreude. Alte germanische und keltische Völker glaubten daran, dass neben einem Hopfenstock vergrabenes Haar dem Träger dazu verhelfen könnte, kräftigen Haarwuchs zu erhalten. Heutzutage werden die getrockneten Blütenzapfen, zusammen mit Baldrian und Melisse, für beruhigenden und schlaffördernden Tee genommen. Hopfen ist auch ein wichtiger Bestandteil des Bieres und das wurde früher in allen Mönchsklostern gebraut, wohl weil der Hopfen dämpfende Eigenschaften hatte (ich konnte nachlesen: auch bei sexueller Übererregbarkeit). Na, wenn das kein Grund war.... Hopfenpflücker, die früher die Ernte von Hand machten, sollen dabei sehr müde geworden sein, wegen der einschläfernden Wirkung. Noch heute näht man getrocknete Hopfenblütenzapfen, vielleicht sogar gemischt mit Lavendel, in Kissen ein, um den Schlaf zu fördern. Am liebsten wächst der Hopfen in Auwäldern und wenn Ihr spazieren geht, werdet Ihr bestimmt auf die Pflanze treffen.
Viele Grüße von Cosmee

Freitag, 1. September 2017

Piep! Im September.

Ja, schon wieder ist ein Monat um und es ist Zeit für PIEP!. Merkt Ihr schon, wie es herbstelt, sacht und leise? An den Kastanienbäumen warten die reifen, igeligen Früchte, dass der Wind sie hinunterfegt und sie uns dann, aufgeplatzt, zum Sammeln auffordern, egal ob wir klein sind oder groß... Die Hitze der letzten Tage ist gewichen und die Temperaturen sind gesunken, die Nächte werden kühler.... Der metereologische Kalender sagt uns ab heute, der Frühherbst beginnt. Es ist wirklich kaum zu glauben, denn noch blühen die Sommerblumen um die Wette, aber sie zeigen verstärkt das Welken und schauen wir genau hin, dann sehen wir Samen, die wir nun abnehmen können, um sie für Aussaat im kommenden Jahr zu verwenden. Es ist ein ständiges Werden und Vergehen im Wechsel des Jahreslaufs. Der alte Name des Septembers lautete WITUMANTOH; HALEGMANOTH im Altgermanischen und im Althochdeutschen SCHEIDING (Schneiden). Und viele Menschen, so auch ich, mögen den September, denn es ist der Monat der Farbenfülle und des Erntereichtums. Ich gehe gern über unseren Gemüsemarkt und lasse mich von der ausliegenden Ware verführen.... und in der Natur erfreue ich mich an den bunten Wäldern. Ich mag auch gerne den frühen Morgen mit seinem milchigem Licht und seinen Bodennebeln, die sich heben wie ein Vorhang...um die Landschaft dem Blick langsam freizugeben...das entzückt mich immer wieder aufs Neue. Die Sonne scheint jetzt jeden Tag drei Minuten weniger und verliert ihre wärmende Kraft. Die Zugvögel werden sich langsam für ihren Abflug in den Süden sammeln und die Melancholie kann uns erfassen, wenn die ersten Wildgänse oder Kraniche am Himmel zu sehen sind. Ich konnte übrigens lesen, dass man bis ins 18. Jahrhundert hinein meinte, dass sich Zugvögel wie Lerche, Drossel, Schwalbe und auch der Kranich im Herbst im Grund von Seen vergraben. Viele Vögel sammeln sich an Gewässern, um über Nacht in den Süden aufzubrechen. Die Theorie der Schlammschläfer war eine weitverbreitete Erklärung für das plötzliche Verschwinden der Vögel. Am 23. September ist dann der kalendarische Herbstanfang, auf der Südhalbkugel beginnt das Frühjahr und uns erfreut ein hoffentlich schöner Altweibersommer. Ihr seht dann die Spinnfäden durch die Luft fliegen. Auf ihnen sitzen kleine Wolfsspinnen, die sich so auf die Reise machen (die Fäden stoßen sie übrigens durch ihren Hinterleib aus). Wenn wir das beobachten können, dann, so heißt es, ist mit einer beständigen Schönwetterlage zu rechnen. Die Menschen gaaaanz ganz früher glaubten, dass die Spinnfäden vom Kleid einer Göttin stammen, in frühchristlicher Zeit dachte man, dass die Fäden aus dem Mantel der Heiligen Maria stammten. (Quelle: Abendrot Schönwetterbot´ von Bernhard Michels)
Ich wünsche uns allen einen schönen September... Viele Grüße von Cosmee

Montag, 21. August 2017

Heute nehme ich Euch mit....

....zum letzten Tag der KUNSTWOCHE in Kleinsassen in der Rhön.
Diese Kunstwoche findet seit 1979 in dem kleinen Dorf Kleinsassen in der Nähe von Fulda statt und ist alljährlicher Höhepunkt dieses Malerdorfes, wie es sich nennt. Ab circa 1850 wurde dieses Dorf als Malerkolonie entdeckt. Das Bergmassiv der Milseburg (835 m) und die Landschaft der Rhön wurde für mehr als achtzig Maler aus den Akademien in München, Leipzig, Weimar... ein Anziehungspunkt, der viele nicht mehr losließ, so dass sie in Kleinsassen sesshaft wurden.
Malerei, Fotografie, Keramik, Patchwork, Schmuck, Floristik, Filzarbeiten und vieles mehr konnte bewundert und natürlich auch erstanden werden. Begleitend fanden künstlerische Workshops statt, die den Besuchern zum Mitmachen offen standen. Und nun schaut Euch meine gesammelten Impressionen des gestrigen Tages auf der Kunstwoche an....
Rund um das Dorf führen drei Malerrundwege, die Auskunft über die Landschaftsmaler geben. An verschiedenen Orten findet man Schilder, die so aufgestellt sind, dass sie zeigen, wo das jeweilige Kunstwerk entstanden sein könnte. So bekommt man einen guten Eindruck davon, welche Anziehungskraft die Landschaft der Rhön auf den Künstler ausübte. Ein Besuch lohnt sich also auch ohne KUNSTWOCHE. Viele Grüße von Cosmee